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Anzeigepflicht bei Schenkungen und Erbschaften nach § 30 ErbStG

Wussten Sie, dass grundsätzlich jede Schenkung und Erbschaft nach § 30 ErbStG dem Finanzamt schriftlich anzuzeigen ist?

Die Anzeige muss innerhalb von drei Monaten ab dem Zeitpunkt der Schenkung/Erbschaft beim zuständigen Finanzamt schriftlich abgegeben werden. Dazu reicht ein formloses Schreiben, das bestimmte in § 30 Abs. 4 ErbStG aufgeführte Informationen enthalten muss.

Eine Anzeige durch die Beteiligten ist gem. § 30 Abs. 3 ErbStG entbehrlich, wenn eine Schenkung gerichtlich oder notariell beurkundet wurde. Aber auch hiervon gibt es Ausnahmen, wenn z. B. zur Schenkung bzw. zur Erbschaft Grundbesitz, Betriebsvermögen, Kapitalgesellschaftsanteile oder Auslandsvermögen gehört.

Strafrechtliche Risiken

Das Unterlassen der Anzeige einer Schenkung ist kein Kavaliersdelikt. Sollte es durch die unterlassene Anzeige zu einer Steuerverkürzung oder Steuerhinterziehung kommen, sieht das Gesetz bei Vorsatz bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe vor (§ 370 AO) und selbst eine leichtfertige Steuerverkürzung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit Geldstrafe bis zu 50.000 Euro (§ 378 AO) geahndet werden.

Wir beraten Sie gerne weiter zu diesem Thema!

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